Vorschriften zur Energiesparverordnung (EnEV):

Am 01. Mai 2014 ist die EnEV in Kraft getreten und
somit sind gesetzliche Änderungen verpflichtend geworden. Die EnEV 2014
verschärft die energetischen Anforderungen an Neubauten und
Bestandsgebäuden. Viele Hausbesitzer und Bauherren müssen nun
investieren, damit ihr Haus den neuen Regelungen gerecht wird. Doch ein
Großteil der betroffenen Immobilienbesitzer weiß gar nichts von seinen
Nachrüstpflichten. Dabei drohen bei Nichtbeachtung empfindliche
Geldbußen, denn die Missachtung der Vorgaben stellt eine
Ordnungswidrigkeit dar. Diese Vorschriften der EnEV sollten Hausbesitzer
und Bauherren kennen, da viele offenbar nicht wissen, dass sie seit
Ende 2015 in eine neue Heizung oder eine verbesserte Wärmedämmung
investieren müssen.

Die EnEV verbietet den Betrieb vieler alter
Heizungen. Zumindest eine der beiden wichtigstern Neuerungen für
Bestandsgebäude – die Austauschpflicht für alte Heizungen und die
Präzisierungen der Pflicht zur Wärmedämmung der obersten Geschossdecke –
dürfte auch einen Großteil der Unwissenden betreffen.
„Standardheizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen
betrieben werden, müssen künftig ausgetauscht werden, wenn sie älter als
30 Jahre sind“, erklärt die Verbraucherzentrale (VZ) Energieberatung.
Stichtag war der 01. Januar 2015. Heizungen, die vor 1985 eingebaut
wurden, müssen bis dahin ausgetauscht werden.

Für Besitzer eines Ein- oder Zweifamilienhauses, die
auch selbst darin wohnen, gilt die Pflicht jedoch nur, wenn das Haus ab
2002 bezogen wurde, erklärt die VZ. Weitere Ausnahmen von der
Austauschpflicht macht die EnEV für Niedertemperatur-Heizkessel,
Brennwertkessel und Heizkessel, deren Nennleistung unter 4 oder 400
Kilowatt liegen. Solche Anlagen genießen Bestandsschutz und dürfen
weiter benutzt werden.

EnEV 2014 definiert klaren Grenzwert für die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke:

Zwar verpflichtete schon die EnEV 2009 Hausbesitzer,
das Dach oder die oberste Geschossdecke zu dämmen. Sie ließ aber
weitreichende Interpretationsspielräume offen, wann ein Dach oder eine
Geschossdecke vor dem Gesetz als gedämmt gilt. Damit ist nun Schluss:
Seit dem 31. Dezember 2015 müssen die oberste Geschossdecke oder das
darüber liegende Dach so gedämmt sein, dass ein
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 0,24 nicht überschritten wird.
Worauf es bei der Auswahl auf Verarbeitung des Dämmstoffs ankommt.

Wer von den Nachrüstpflichten der EnEV befreit ist:

Hausbesitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern bleiben
bislang von den Nachrüstpflichten befreit, wenn sie mindestens seit dem
01. Februar 2002, also seit dem Inkrafttreten der ersten EnEV, selbst
in ihrer Immobilien wohnen. Erst wenn der Eigentümer wechselt, sei es
durch einen Verkauf oder eine Erbschaft, müssen diese Häuser vom neuen
Besitzer innerhalb von zwei Jahren nachgerüstet werden.

Die EnEV soll den Energieausweis aufwerten:

Neben den Nachrüstpflichten für den Gebäudebestand
steht die EnEV 2014 auch einige Neuerungen beim Energieausweis vor. Neu
ausgestellte Energieausweise ordnen die Immobilie künftig einer
Energieeffizienzklasse von A+ bis H zu. Diese Angabe muss bereits in
einer Anzeige für Vermietung oder Verkauf einer Immobilien angegeben
werden und dem Mieter oder Käufer spätestens bei Vertragsabschluss
ausgehändigt werden.

Auszug aus Quelle: zuhause.de